Guten Morgen, 2017

So, da ist es also, das Jahr 2017.

Vorsätze? Regelmäßiger Schreiben, – also nicht auf dem Blog, sondern im besten Fall 2017 einen Roman fertigstellen, der schon länger in Teilen auf der Festplatte weilt.

Wünsche? Privat kann es gerne weitergehen wie bislang. Schön wäre es, wenn wir es heuer nach Russland schaffen würden (konnten wir 2016 nicht, weil der Mann zu dem Zeitpunkt nicht freinehmen konnte)

Der Mann und ich schenken uns ja zu Weihnachten nichts, dafür aber zu Neujahr.

Und so bin ich seit heute stolzer Besitzer von diesem neuen „Atty“:

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Lt.-Col. Arthur Wesley, Reproduktion des Ölgemäldes von John Hoppner

Das Gemälde stammt im Original ca. aus dem Jahr 1795 und zeigt Arthur Wesley (die Schreibweise des namens wurde erst später in Wellesley geändert) als Lt.-Colonel in der Uniform des 33rd Regiment, das er längere Zeit anführte und als dessen Kommandant er seine Zeit in Indien verbrachte. Das Regiment wurde später „Duke of Wellington’s Regiment“ genannt und führt als Emblem den Indischen Elefanten.

Der Künstler des Originals ist John Hoppner, geboren Anfang 1758 als Sohn deutscher Eltern in London. Seine Mutter diente Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Königin, als Kammerfrau. Der junge John wurde vom König selbst in seiner Malerei unterstützt, sodass es sogar zu Gerüchtne kam, er könne ein unehelicher Sohn desselben sein.

Er brachte es zu einigen Erfolgen an der Royal Academy und wurde schließlich Hofmaler. Seine Gemälde, insbesondere seine Portraits (er selbst bevorzugte Landschaften, doch ließ sich damit kaum Geld verdienen), sind bemerkenswert für ihre Farbigkeit und die Darstellung von Texturen. Leider ist von eben dieser besonderen Farbigkeit oft nicht mehr viel zu erkennen, da die von Hoppner gewählten Farben besonders anfällig für Verblassen und Verfärben waren. Zeitgenössische Reproduktionen wie die obige geben heute einen besseren Eindruck vom Urzustand der Gemälde, als die erhaltenen Originale.

Hoppner starb 1810 nach längerer Krankheit.

 

Im Bild des jungen Arthur (er müsste im Bild ca. 26 Jahre alte sein) fällt vor allem die Haarfarbe auf. Er scheint hier tatsächlich Puder im Haar zu tragen (unter dem weißen Staub hatte er rotes Haar, das allerdings später von den meisten Künstlern aus „ästhetischen“ Gründen abgedunkelt wurde) – zu der Zeit für die Offiziere eigentlich Vorschrift, von ihm jedoch bei erster Gelegenheit abgelegt. Er hielt diese Sitte für unhygienisch und gesundheitsschädlich – ganz und gar nicht zu Unrecht, wenn man bedenkt, dass die Offiziere im Feld kaum genug Puder mitführten und sich dann mit Mehl und Ähnlichem behalfen… die Vorstellung, Mehl in den Haaren, kombiniert mit möglichem Regen… naja, nicht so toll.
Arthur jedenfalls ließ das Pudern sein, sobald er sich solche Freiheiten erlauben konnte, und schnitt außerdem bei erster Gelegenheit den (vorschriftsmäßigen) Zopf ab und die restlichen Haare praktisch kurz, womit er in der Armee dann sozusagen einen neuen Trend begründete, auch wenn die offizielle Vorschrift noch längere Zeit auf langes Haar, Zopf und Puder lautete.

Die Uniform trug er in dem Alter und Rang wohl auch im „Dienst“ noch. Später in seiner Karriere kam sie nur noch für Portraits und bei ausdrücklicher Anforderung für spezielle Veranstaltungen aus dem Kleiderschrank – in die Schlacht ritt Wellington dann lieber in Zivil.

So… und wo hänge ich es jetzt hin, mein neues „Atty“?