8. Nacht: Der Feuerbröhl bei Weiden

Auch verwunschene Schätze gibt es in unserer Gegend

Ein Fußweg, der von Weiden nach Schirmitz führt, bringt den Wanderer an einen Tümpel – entstanden aus einem einstigen Arm der Waldnaab. Genannt wird er der „Feuerbröhl“, und an seiner tiefsten Stelle soll sich eine Eisentruhe verstecken, in der ein großer Schatz verborgen ist. Diese hat sich soweit noch allen Anstrengungen widersetzt, sie zu bergen.

Einst, so heißt es, begaben sich gut ausgerüstete Schatzsucher aus Weiden dorthin, um die Truhe zu heben. Sie blockierten den Zulauf und begannen, Wasser zu schöpfen, um den Tümpel zu leeren.

Zunächst fanden sie jedoch etwas ganz anderes: einen schwarzen Pudel nämlich, der aus dem Wasser kam. Auf dem Trockenen begann dieser zu wachsen, bis er sich schließlich auf eine Jungfer stürzte, die die Schatzsucher begleitete.

Zwar gelang es den Männern, das gespenstische Tier zu vertreiben, bevor es der jungen Frau körperlichen Schaden zufügte, doch ihr Geist hatte bereits gelitten. Sie sprach fortan kein Wort mehr.

Die Männer kehrten jedoch an ihre Aufgabe zurück, und nach langer, harter Arbeit – es war inzwischen Mitternacht – hatten sie es tatsächlich geschafft: ein eiserner Deckel erschien.

Gerade, als sie beginnen wollten, die Truhe herauszuwuchten, ertönte laut der Ruf „Feuer!“ in nächster Nähe.

Ganz automatisch sprangen sie alle aus dem Tümpel, um die Quelle des Rufs zu suchen. Zu sehen war niemand – auch keine Flammen und kein Rauch. Als sie sich jedoch verwirrt umdrehten, mussten sie entdecken, dass ihr Werk zunichte gemacht war: der Tümpel war bereits wieder randvoll gefüllt.

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Heute lässt sich im bzw. am Feuerbröhl übrigens noch ein ganz anderer Schatz finden: Es gibt dort nämlich ein Geocache, das unter dem Routennamen „Der Schatz am Feuerbröhl“ zu finden ist.