Atties!

Eine der absolut besten Entscheidungen, die wir im letzten Jahr getroffen haben, war es, die Gallerie unseres Vertrauens zu wechseln. Viel Vertrauen war unsererseits nicht mehr da.

Eingetauscht haben wir intransparente Preisfindung, unendlich lange Bearbeitungszeiten und keine Zuverlässige Ausführung von Spezialaufträgen gegen sauber aufgeschlüsselte Kostenvoranschläge, Rechnungen und Verarbeitung mit festen Terminen.

Die neue Gallerie bietet keinen Restaurationsservice, aber auch da hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, diese Aufträge direkt zu vergeben.

Diese Woche durften wir nun den aktuellen Schwung frisch gerahmter Atties abholen: vier colorierte Karikaturen, drei Stiche und zwei Aquarelle.

VieleAtties

Sowie zwei Bilder in Passepartous ohne Rahmen: Eine Variante eines bereits bei uns gerahmt hängenden Bilds, allerdings in der selteneren Ausgabe der East India Trading Company, das andere eine Seite, die aus eintem Journal (Tagebuch) aus dem 19. Jahrhundert herausgelöst wurde. Der Eigentümer hatte seine Einträge mit Bildern ausgestattet…da auf der Rückseite ebenfalls eine schöne farbige Zeichnung ist, und die Seite an sich einfach zu schade ist, um „Atty“ rauszuschneiden, haben wir fort uns für eine doppeltes Passepartout entschieden, um das Blatt zu schützen aber dennoch beide Seiten komplett sichtbar zu lassen.

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So gut wie neu

Gestern, direkt vor der Beerdigung, rief meine Restauratorin (nicht wissend, dass der Zeitpunkt gerade etwas ungünstig war) an. Das Stück, das sie gerade in Arbeit hatte, sei fertig. Ich war überrascht. Geplant war frühestens August, und noch letzten Donnerstag, als sie mich wegen einer Preisänderung anrief, sprach sie von einer Woche bis 10 Tagen.

Längliche Platte mit rotem Dekor; Herzog Wellington tanzt mit der Herzogin von Richmond. Der Sprung ist nicht mehr zu sehen.

Ich vermute ja fast, die Dame ging in Hogwarts zur Schule und hat einen extrem guten Reparo gelernt. Ich kann mich gar nicht sattsehen dran…

 

Im kaputten Zustand (allerdings um Klassen professioneller ausgeleuchtet und photographiert… oben: Ich, Handy, Wohnzimmerlampe; unten: Schwägerin, Spiegelreflexkamera, professionelle Ausleuchtung 😉

Längliche Platte mit rotem Dekor; Herzog Wellington tanzt mit der Herzogin von Richmond. Ein großer Sprung in Längsrichtung.

Neulich in Glasgow…

…wurde ein Atty versteigert, das ich unbedingt wollte. Ich habe es auch bekommen.

Nun lieferte die Spedition es heute endlich bei uns zu Hause ab.

fireplace screen

Das Bild ist gestickt, aufgezogen, hinter Glas… das ganze Teil gehörte mal dazu, als Schutz vor fliegender Asche und Funken vor einen offenen Kamin gestellt zu werden.

Das Motiv ist, wie ich schon mal irgendwo vermerkt habe, mein zweitliebstes Wellington-Bild.

Am liebsten würde ich mich jetzt davor setzen und ihn einfach nur ein paar Stunden lang anschauen. Dummerweise muss ich aber heute noch was arbeiten.

Ich kenne doch meine Atties…

„Schau mal“, sagt sie. „Hier. Die Seite sagt zwar die sind schon verkauft, aber vielleicht kannst du rausfinden wo sie sind. Die wären doch was für dich.“

Sie zeigt mir diese Website.

„Die hab ich.“

„Jaaa“, sagt sie. „Warum überrascht mich das nicht?“ dann holt sie Luft. „Aber schau dir das Bild mal an. Die sehen doch so schön erhalten aus! Wie sind denn deine?“

„Das sind meine.“

„In dem Zustand?“

Will sie es nicht kapieren oder kann sie nicht?“ Ich besitze die beiden Figuren auf dem Foto. Dieselben.“

„Neeein.“ Schulmeisterlicher Tonfall. „Dieselben gibt’s nur einmal, du meinst die gleichen.“

Vor allen Dingen verdiene ich meine Brötchen damit, dass ich unter anderem den Unterschied zwischen denselben und den gleichen kenne. „Die. Sel. Ben.“

Pause.

„Du hast die von der Website gekauft?“

„Nein.“

„Woher willst du das dann wissen?“

Depp, denke ich mir. Ich kenne doch meine Figuren…

Aber wenn es denn so schwer ist… Hier sind meine Figuren…

Und hier die Schäden: Nelsons Strumpf mit abgeblätterter Farbe…

nelsonstrumpf

Und ein dunkler Fleck an Wellington’s Brust.

attyfleck

Beides ist an den Figuren auf der Seite zu sehen…

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Und genau deswegen, übrigens, dokumentiert man in einer Sammlung alle Mängel, die ein Objekt hat, genau und mit Großaufnahmen. Kaum etwas ist individueller und hat größeren Wiedererkennungswert.

*

Nebenbei hatte ich den Wellington, schrecklich angestrichen und beschädigt, bereits ein Jahr vor dem Paar zu einem spottbilligen Preis bekommen (sonst hätte ich ihn in dem Zustand auch nicht genommen…)

attykaputt

Als der Restaurator, dem das Stück vorgestellt wurde, steif und fest behauptete, das sei der Originalanstrich, war für mich klar, dass dieser Auftrag nicht erteilt wird. Ich wusste damals zwar nicht, dass diese Figur tatsächlich im „richtigen“ Anstrich existiert (meine Vermutung wäre einfach Bronzefarben gewesen), aber welchem Gemälde die Skulptur nachempfunden war, wusste ich doch… auch wenn er in die „falsche“ Richtung blickt.

Das Attyzimmer

Erinnert ihr euch an Janoschs Traumstunde?

Da hab es einen Cartoon mit Schnuddelbuddel und Schnuddelpferdchen. Schnuddelbuddel baute ein Haus. Im Lauf des Clips kommen immer mehr Zimmer dazu… Unter anderem heißt es da „…und ein […]Penthouse.“ (Nicht, dass ich damals gewusst hätte, was ein Penthouse ist…)

Meine Familie neigt dazu, die Bezeichnungen, die ich teilweise für unsere Zimmer verwende, zu kommentiren mit „…und ein Penthouse.“ Dann weiß ich: Das Haus klingt mal wieder größer, als es ist… und es ist doch eigentlich so schon recht groß. Und einige Räume dienen eben etwas speziellen Verwendungszwecken.

*

Da ich ja über eine Woche damit zugebracht habe, bzw. wir haben, mein „Attyzimmer“ in den aktuellen Zustand zu versetzen, möchte ich hier nun auch die Ergebnisse präsentieren.

Zunächst wurde der erste Satz Möbel gebaut – in Maßanfertigung, da in meinem Haus natürlich keine einzige Abmessung nach DIN ist.
(Der eigentliche Kniestock ist übrigens noch niedriger, was da zu sehen ist, ist eine Rigipswand, die ich eingesetzt habe, um mehr Luft zum Kabelverlegen usw. zu haben.)

Vorher

Nachher

Es folgte die Entscheidung: Was kommt nun rein? Auf jeden Fall musste dieser Kistenstapel abgebaut werden.

stapel

In die hinteren Regale zunächst die Bücher, die ich nicht häufig benötige. Z. B. die Sammlung an Kinderbüchern.

Da wären etwa die Göttinger Jugendbücher – manche werden sich vielleicht dran erinnern. Ich finde, die waren ganz toll, und versuche, eine Komplettsammlung herzustellen.

Bei den Schneiderbüchern sammle ich nur die „ganz alten“ – d. h. die, die noch kein rosa Schneider-„S“ auf dem vorderen Buchdeckel haben. Das ist hier noch ausbaufähig.

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Und gemischte andere Kinderbücher, die ich nicht hergeben will, aus unterschiedlichen Gründen.

Außerdem die Komiksparte… (KOMIK, nicht Comic. Comic ist was anderes.)

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Und eine ganze Handvoll an Romanen. Die ich eventuell irgendwann nochmal lese.

In die hohen Regale kommen nach hinten ein paar Serien, die entweder nicht vollständig sind oder eigentlich veraltet, aber aufgrund der Illustrationen behalten werden. Aufgefüllt mit Zigarettenbilderalben.

Vorne – vorne müssen die Bücher hin, die ich doch öfter mal nutze.

Ja, doch, diese Bücher haben einen gemeinsamen Nenner!

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Hier ein paar Regale Vampire…

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Dort ein paar Regale gemischte Fantasy…

Zur Sprachverteilung ist es so, dass wir und bemühen, Deutsch, Englisch, Russisch in Bayern aufzubewahren (Russisch ist leider recht wenig da, die Bücher mit interessanten Inhalten sind nicht sooo leicht zu beschaffen, Bestellungen dauern lang und verschwinden häufig), während Französisch und Niederländisch in Belgien lebt. Wer genau hinschaut wird sehen, dass es nicht zu 100% funktioniert.

Was-ist-Was ist eine tolle Serie, die auch Erwachsene durchaus noch lesen können und die in keiner Büchersammlung fehlen sollte. Da es immer mal wieder Neuauflagen mit neuen, aktualisierten Inhalten gibt, sind einige Nummern mehrfach vorhanden.

wiw

Und – natürlich – die Atty-Bücher. Eigentlich wollte ich ja gerne die Atty-Bücher und die Jack-Bücher hier haben… „Jack“ war einer von „Atty“s Offizieren, auf den meine Freundin steht, und über den ich als Gesprächsgrundlage auch lese, was ich in die Hand bekomme. Leider passten sie nicht mehr ins Regal, weswegen „Jack“ in die eigentliche Hausbibliothek umziehen musste. Ich hoffe, er fühlt sich dort wohl.

Der obere Bereich der Regale enthält Schubladen zur Aufbewahrung kleiner Atties,

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und – natürlich – meine ersten Atty-Vitrinen.

Momentan ist noch etwas Platz… .

Das ist der Rest der eingangs gezeigten Kisten. Ja… ganz reichte der Platz nicht aus! Was allerdings auch mit daran lag, dass wir den verbleibenden Rest Romane aus der unteren Bibliothek geräumt haben.

kistenrest

Und weil mir gerade danach war, habe ich mir aus leeren Kartons eine kleine Theke gebastelt – oder zwei – und meine anderen Atties mal auch kurzfristig aufgestellt.

Es fehlen ein Rasiermesser und ein Löffel… von denen ich gerade keine Ahnung habe, wo ich sie hingelegt habe. Finde ich sicher irgendwann irgendwo…“Das Haus verliert nichts“ sagt man bei uns.

reihe

Geplant ist ein weiterer Satz Regale entsprechend den jetzt vorhandenen auf der anderen Seite, sowie um Umstellen des Kamins mit hohen Glasvitrinen. Das OK vom Schornsteinfeger habe ich bereits.

fertig

*

 

Adulting

„Adulting“ nennen wir es im Englischen im Scherz, wenn wir Sachen erledigt haben, die im Erwachsenenleben halt sein müssen, auf die man eigentlich aber absolut keine Lust hat.

Diese Woche habe ich doch eine ganze Menge „Adulting“ betrieben.

Die Steuer für die letzten beiden Monate ist fertig

Die Flüge für März sind gebucht.

Der neue Papageienkäfig ist aufgebaut.

Der Atty, der für Brüssel zu groß war, hängt nun in Bayern – Jawohl, ich habe ihn sofort aufgehängt, und nicht erst wieder monatelang stehenlassen!

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Im Nachhinein kommt mir so… ich hätte die Leiter und die Wasserwaage vor dem Foto auch wegräumen können… angeblich geht das.

Die Rechnungen sind bezahlt.

Das Telefon funktioniert wieder (mein Bürotelefon in Bayern fand die Umstellung auf IP-Telefonie unlustig).

Meinen Krempel von der Reinigung abgeholt habe ich auch.

Einkaufen war ich…

Da haben wir beschlossen: Jetzt steht uns (uns? Warum UNS? Weil der Mann wahrscheinlich in Belgien die Woche über genausoviel „Adulting“ betrieben hat wie ich in Bayern!) ein Spaßeinkauf zu.

Den führen wir natürlich in der Buchhandlung durch. Die führt blöderweise immer noch keine Französischen Bücher, also werden wir wohl in Belgien nochmal einen machen müssen, damit der Herr auch was Schönes zu lesen hat.

Hier das Ergebnis:

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Im Einzelnen:

Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald; Arminius, Varus und das römische Germanien
Daran, dass mir das Buch auffiel, ist jemand Schuld, der hier auf WordPress den Teutoburger Wald erwähnte….

Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Tagebücher 1939 -1945)

Ari Turunen: Bitte nach Ihnen, Madame; Eine kurze Geschichte des guten Benehmens.
Die Serie ist an sich sehr unterhaltsam geschrieben, die Inhalte sind durchaus stimmig, es wird auch zwischen unterschiedlichen Ländern vergleichen, was wir besonderes unterhaltsam finden, wenn wir unsere jeweiligen Herkunftsregionen wiederfinden. Die Entwicklung von eigentlich komplett sinnfreien Manieren zu „beobachten“ ist allgemein nicht unlustig und gelegentlich aufschlussreich.

Alexander Demandt: Zeit – Eine Kulturgeschichte
Oh ja – ein Thema, zu dem ich schon das eine oder andere gelesen habe, aber noch nie so komprimiert. Auf das Buch freue ich mich sehr.

Wolfgang Ernst: Oberpfälzischer Heilzauber – Spruch und Ritus in der volkstümlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhungert
Gustav Schönwerth war einer der wichtigsten – wenn nicht der wichtigste – Heimatforscher unserer Region und hat einige hervorragende Werke hinterlassen.

Peter Frankopan: Licht aus dem Osten – Eine neue Geschichte der Welt.
Vom Durchblättern her ein sehr schönes Buch, das sich auf den Mittleren und Fernen Osten konzentriert.

Thomas Muggenthaler: Wir hatten keine Jugend – Zwangsarbeiter erinnern sich an ihre Zeit in Bayern

Robert Sommer: Das KZ-Bordell – Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

 

So, damit hab ich dann jetzt erst mal wieder was zu lesen…

Vermessen

habe ich mich.

Bzw. nicht so wirklich… Aber angenommen, die Größe des Bilds sei in cm. angegeben.

Als es geliefert wurde, und ich die Größe des Pakets sah, schwante es mir schon…

Es waren Zoll…

Genervt…

bin ich, weil bestimmte Personen meine Entscheidung nicht akzeptieren wollen, mich aus dem Verein zurückzuziehen. Eine davon besonders penetrant. Als würde fünf Mal betteln, mir das nochmal zu überlegen, eine andere Antwort bringen als beim ersten Mal. Ich denke allgemein relativ gut durch, was ich tue, bevor ich es tue… Wenn ich sage, ich gehe, meine ich das auch so. Das ist keine „Drohung“, um meinen Willen durchzusetzen.

Der Mann steht da… grinst… liest die letzte E-Mail durch.

Ich: „Zu böse?“

Er: „Schick’s ab, im schlimmsten Fall weint sie. Eventuell redet sie nie wieder mit dir.“

Das wäre jetzt nicht mal ein unwillkommenes Ergebnis.

Er: „Och nö, du sollst nicht so genervt sein… Blümchen?“

Okay, man könnte es auch Stimmungskalibrator nennen.

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Wo er sie nur immer hortet…

Miniatur, Öl auf Kupfer, Miniatur relativ alt, Rahmen meiner Einschätzung nach relativ neu, aber ich bin kein Rahmenprofi. Spiegelt grauenhaft, bei den ersten X Versuchen war ich in der Spiegelung besser zu sehen, als mein Herzog.

Jetzt hoffe ich nur, die Dame schreibt nicht zurück. Ich kann nicht genervt sein, wenn ich so ein schönes neues Atty in der Hand halte.

Fertig!

Zumindest sind alle „Atties“ aufgehängt.

Vielleicht schaffe ich es ja 2017 nun, meine Bilder direkt nach der Rahmung aufzuhängen und nicht erst wieder über ein Dutzend zusammenkommen zu lassen, bevor ich die Leiter raus hole.

Das letzte noch fehlende Esszimmer-„Atty“ für den Moment:

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Eine frühe farbige Zeitungsbeilage. Es gibt auch noch eine mit Napoleon, die habe ich aber nicht.

Mein viel zu langer Flur im Erdgeschoss… das Foto ist nicht vom Ende aus aufgenommen:

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Zu sehen ist zwischen 1/3 und 1/2 des Korridors. Rechts sieht man gut, wie krumm die Wände sind. Das liegt einfach am Alter des Hauses. Wir haben schon viel begradigt, aber mehr geht da einfach nicht.
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So begrüßt Wellington nun jeden, der das Haus betritt. Am Schattenwurf wieder gut zu sehen, dass die Wand alles ist, aber nicht gerade.
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Leider ist es hier zu eng, um das Bild am Stück draufzubringen. Die Tür links ist der Zugang zum Bereich meines Mieters (Gastronomie)
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So hängt es zwischen der Mietertür (die müsste man wohl dringend mal putzen…) und der Tür, die in die Wohnung raufführt (am rechten Bildrand zu erraten)

Im Lauf des Jahres soll sich dann der gesamte Korridor mit solchen Drucken füllen.

Fast fertig

Eigentlich wollte ich ja heute im Haus einiges erledigen.

In der Tat habe ich den Wasserhahn in der Küche repariert (dringend notwendig), neun im letzten Jahr erworbene und gerahmte „Atties“ (zwei modern, sieben alt) im Essezimmer an die Wand geschraubt sowie zwei Aquarelle im Wohnzimmer aufgehängt; die Aquarelle sind Studien Wellington/Napoleon, und damit hängt nun ein Napoleon und ich habe einen „Arthur“ gut. Mein Mann hat nämlich irgendwann mal angeordnet, sollte ich ihn jemals aus versehen „Arthur“ nennen, muss ich „zur Strafe“ einen Napoleon an die Wand hängen. Mal schauen, wann der erste blöde Kommentar kommt weil nun einer hängt, aber die beiden Bilder gehören eben zusammen.

Ein „Atty“ muss noch an die Wand, mir sind die Haken ausgegangen, und die beiden ersten „Abonnementatties“ müssen ebenfalls noch aufgehängt werden. Das kommt morgen früh noch dran. Zum Baumarkt muss ich eh nochmal, denn die „Geier“ waren ebenfalls fleissig und haben meinen letzten Zollstock zu Kleinholz gemacht. Davon war ich jetzt weniger beeindruckt…

Absolut zum schreien komisch: Der Versuch eines Graupapageien, das Geräusch eines Schlagbohrers zu imitieren (nein, es haut nicht hin, aber es klingt sehr lustig. Ein bisschen wie bei einem kleinen Kind, das versucht. Werkzeuglärm nachzumachen)

Mann und Kuschelpferd haben sich gemeinschaftlich ungeplant auf die Wiese gelegt, Ergebnis: Pferd erschrocken, Mann wird auf der unten gelandeten Seite sehr farbenfroh. Kaputtgegangen ist zum Glück an keinem der beiden was.

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Moderne „Atties“: Links Bleistiftzeichnung von Soni Alcorn-Hender, 2015 zum Jubiläum der Schlacht von Waterloo (Portugal), Rechts Aquarell von Lautir (Italien)
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Es fiel endgültig die Entscheidung: Die Schmalseiten des Raums müssen mit benutzt werden, und die Fensternische wird ebenfalls be-atty-t

Die Bilder aus der Fensternische. An dem linken Portrait finde ich den Übergang zwischen Detail und Strichzeichnung toll; das rechte ist eine Karikatur von John Doyle, altkoloriert.

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Kolorierter Stich „Marquis Wellesley, Herzog von Ciudad Rodrigo, Commander en Chef der Aliierten Streitkräfte in Spanien und Portugal; Leipzig, vor 1814.
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Bild von einem Zigarrenkästchen
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Tuschezeichnung, erworben bereits 2015 aber erst ’16 restauriert und gerahmt.
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Das Studienpaar im Wohnzimmer.

Und ja, die Rahmen haben eine Bedeutung: Alles, was in schwarzer Lackleiste gerahmt ist, datiert in unsere Zeit; „alte“ Sachen bekommen die dunkelbraune Holzleiste. Bei der Tuschezeichnung bin ich mir noch nicht sicher, ob mir das farbige Passepartout wirklich gefällt.