Man sagt Tschüß!

Wir haben seit Mittwoch nur sehr eingeschränkt Internet. Störung. Nicht beschweren kann ich mich über unseren Telekommunikationsdienstleister, denn der gibt sich größte Mühe, dafür zu sorgen, dass wir dadurch keine Einschränkungen haben und stellt alternative Zugangsmöglichkeiten zur Verfügung.

Nun hatten wir heute den Techniker im Haus. (Danach ging es ca. 30 min… Nun singen wir wieder das Loblied aufs Handytethering.)

Über Jahre habe ich versucht, dem Mamagei klarzumachen, dass man  „Tschüß“ sagt, wenn jemand das Haus verlässt. Sie hat es mir nie so recht geglaubt.

Vor einigen Wochen war es dann erstmalig soweit. Der Kaminkehrer war da. Als er ging, rief ihm der Mamagei ganz artig ein „Tschüß!“ hinterher. Er kehrte um und verabschiedete sich von ihr.

Am Dienstag lieferte der Antiquitätenhändler unseres Vertrauens die neuen Einkäufe. Neue alte Bücherregale. Als er ging, sagte der Mamagei brav „Tschüß!“ Er und sein Hilfsträger drehten um und verabschiedeten sich vom Mamagei.

Als nun heute der Techniker ging, sagte der Mamagei – genau – lieb und ordentlich „Tschüß“. Der Techniker reagierte nicht sondern ging weiter die Treppe hinunter.

Und der Mamagei rief ihm laut und deutlich hinterher: „Man sagt TSCHÜSS wenn jemand geht!“

 

Okay… Offenbar hat Geierchen auch verstanden, was man sagt, wenn jemand den Gruß verweigert…

 

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Du willst WAS?

Wir haben kürzlich angefangen, eine Fernsehserie zu schauen. Passiert eher selten, wir haben zwar massig DVDs, schauen aber kaum. Diese hat uns aber beide so erwischt, dass wir uns schon mit Gewalt dazu zwingen, nur zu schauen, wenn wir wirklich Zeit haben, das zu zelebrieren.

Der Mamagei schaut auch mit. Sie findet die Serie toll und hat sich umgehend in die weibliche Hauptfigur verliebt. Kaum kommt die ins Bild, geht es los.

Mamagei wirft sich in Positur und flötet: „Schönes Vogele, süße Vogele, hüüüübsches Vogele!“

 

Weibliche Hauptfigur küsst männliche Hauptfigur.

Mamagei geht in Angriffsposition, Federn aufgestellt, aggressiver Blick. „Nein! Aus! Blöder Geier! Absteigen!“

Den „Vogel abgeschossen“ hat sie aber gerade eben.

 

Eine Nebenfigur die ich schon seit längerem mag, stellte sich als Verräter heraus, wurde dann gefasst, verletzt und ein bisschen gefoltert.

Ich: „Eigentlich will ich ihn doch nur knuddeln und lieb haben und ihm Suppe kochen.“

Mein Mann: *grinst*

Hodge im Fernsehen sieht aus, als würde er gleich anfangen, zu weinen.

Ich: „Vergiss das, wo sind die Papiere, ich will ihn adoptieren.“

Mamagei: „Du willst WAS?!“

Mein Mann: *lacht so sehr, dass er dabei vom Sofa auf den Boden rutscht.*

 

(Im Gegensatz zu den beiden obigen Beispielen, bei denen sie ganz genau das ausdrücken wollte, was sie gesagt hat, war das letzte wohl eher eine Imitation meiner Reaktion, wenn sie einfach nur unkoordinierte „ich will“-Geräusche macht… Wir mussten trotzdem erst mal die DVD stoppen um fertigzulachen.)

Wellensittichkreisel

Montagvormittag brachte ich als erstes Mal den neuen Welli zum Tierarzt. Geringen Milbenbefall „kann ich selbst“, aber wenn mal die Beine mit betroffen sind, ist mir das zu riskant, da muss jemand drüber schauen, der das studiert hat…

Wir kommen also ins Behandlungszimmer; heute haben wir eine der beiden Tierärztinnen (es ist eine Gemeinschaftspraxis von drei Personen).

Sie schaut in den Transportkäfig und fragt mich, was denn mit ihm los sei.

Ich: „Milben.“

Sie schaut mich, wie ich interpretiere, etwas kritisch-genervt-auffordernd an. Ich lege das so aus, dass sie meint, ich sollte mir etwas mehr als zwei Silben abringen. Also hole ich tief Luft.

„Ich sehe Grabgänge am Schnabel und an den Ständern.“ Bevor sie noch was sagen kann, schiebe ich hinterher: „Und ich hatte ein ziemlich anstrengendes Wochenende und bin heute nicht wahnsinnig gesprächig.“

Sie, etwas lachend: „Ich sehe bisher nicht mal den Schnabel…“

Das war dann so in etwa der Moment, in dem mir endlich auf der „aktiven“ ebene bewusst wurde, dass sie gerade schon zweimal um den Käfig herumgegangen war, und der Welli sich dort drin durchgängig mitgedreht hatte – so, dass sie immer nur auf seinen Schwanz schauen konnte.

Fazit: Wenn Leute komisch schauen, liegt es nicht immer an mir – manchmal ist einfach nur der Vogel gerade ein A***.

Der Neue

Bis Sonntag war mein Name noch Koko, und ich lebte an einem Ort namens Autobahnraststätte. Da war immer eine ganze Menge los, gefüttert wurde ich auch gut, aber fliegen konnte ich natürlich nicht… Artgenossen waren auch nicht in der Nähe, egal, wie laut und lange ich gerufen habe, in der Hoffnung, dass sich doch einer findet.

Irgendwann kamen Leute vorbei, die mich sahen, und mit dem Mann redeten, der mir Futter und Wasser brachte… und es wurde ausgemacht, dass ich „wegkomme“. Wohin weg war zuerst nicht ganz klar, aber die Leute kannten jemanden, der jemanden kannte…

Und dann stand am Sonntag plötzlich ein Mensch da, packte mich ein und nahm mich mit. Autofahren fand ich schon mal komisch, da traute ich mich gleich gar nicht mehr singen.

Am Montag wurde ich dann direkt zu einer komischen Frau mit blauem Mantel geschleppt, die mir einen blöden Flüssigkeitstropfen unter die Federn getropft hat. Leider habe ich nämlich Milben, die nicht nur meinen Schnabel, sondern auch schon meine Ständer (so heißen Vogelfüße richtig) angegriffen haben.

Außerdem heiße ich jetzt nicht mehr Koko, sondern Cadoux. „Wegen übermäßiger Hübschigkeit“, sagte mein neuer Mensch.

Na gut… Hübsch bin ich wirklich… trotz Milben.

Oder?

Grün-Gelber WellensittichGrün-gelber Wellensittich, Seitenansicht

Alternativer Verwendungszweck…

So richtig unnötig sind ja Leute, die immer alles hinterfragen müssen.

Dabei meine ich nicht die Leute, die ehrliches Interesse haben und Zusammenhänge verstehen wollen, sondern die, die ganz verzweifelt versuchen, einen beim Lügen zu erwischen. So etwa gestern die Dame, die etwas abholend, zu uns kam, und vorwurfsvoll sagte: „Ich dachte, dir IST NICHT kalt in deiner Wohnung und du MAGST das so kühl. Warum liegt dann in jedem Zimmer eine Jacke?“

Wüsste nicht, was die Dame das angeht, aber bitte… ich hab ihr dann mal einen Papagei auf den nackten Arm gesetzt. Der Effekt kam besonders gut, weil wir für gestern Abend Krallenschneiden angesetzt hatten, d.h. die waren gerade so richtig, richtige böse lang und scharf. Und bei ihrem ersten Zucken machte Papagei natürlich aus Reflex den Fuß zu, um sich festzuhalten.

Grins… Ich hoffe, das hat ihre Frage beantwortet… und sie weiß jetzt, weshalb bei mir in jedem Zimmer ein schnell an- und auszuziehendes Kleidungsstück mit langen Ärmeln liegt…

Flaschenkind

Der Mamagei möchte ja nun immer mal wieder mit mir raus –  und wenn das Wetter passt, die Störche gegenüber gerade keine Jungen haben (ein flugunfähiger Graupapagei könnte durchaus Beutegröße haben…) und ich oder wir die Zeit dazu haben, nehmen wir sie auch mit spazieren oder Eis holen.

Gerade für längere Spaziergänge im Sommer müsste man aber in der Lage sein, dem Vögelchen unterwegs dann mal was zu trinken anzubieten.

Nach einigen Optionen haben wir dazu schließlich eine Lösung gefunden, die allen Beteiligten gut passt: Der Mamagei zeigte uns nämlich irgendwann: Sie kann aus der Flasche trinken.

Normalerweise habe ich eine 0,33 l Flasche für sie dabei, die ist aber gerade abgängig… daher hier im Video mit einer größeren vorgeführt. Inhalt: Leitungswasser.

 

Problemlösung à la Mamagei

Papagei hat den Trinkwasserbehälter im Ess-/Schlafkäfig runtergeworfen. Alles tropft, am Fußboden breitet sich eine Lache aus.

Ich, nicht begeistert: „So, und was jetzt?!“

Mamagei: „Tuch?“

Fast hätte ich sie geschickt, eines holen… aber mit Blick auf die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dem Weg auch noch den Wasserhahn andreht und mir beim Rücktransport ein Loch ins Handtuch reißt oder beißt, hab‘ ich es dann doch selbst gemacht.

Es heißt ja, im Kopf wären sie je nach Bereich etwa wie zweieinhalb- bis dreieinhalbjährige Kinder…Mit Blick auf Neffe (2,5) möchte ich behaupten: Kommt in etwa hin.

Mamagei als Logopäde

Der Mamagei hat sich heute morgen einen Wellensittich geschnappt und war offenbar der Meinung: Zwitschern reicht nicht.

Mamagei: „Hey, kleines Vogele, sag mal tüt!“

Wellensittich: *Zwitscher*

Mamagei: „Tüttüttütütüt. Kleines Vogele, sag mal tüt!“

Wellensittich: *Zwitscher*

Mamagei: „Na du? Na komm! Komm mein kleines Vogele. Sag mal tüt.“

Wellensittich: *Zwitscher*

Sie hat dann irgendwann aufgegeben…

Wir ver-durs-ten

So, der Schreiner mit seinem Team ist weg. Seit kurz nach acht – sie kamen 20 Minuten zu früh! – waren sie am Werkeln. Kurz nach 17 Uhr haben wir das Übergabeprotokoll unterschrieben.

Bilder von den Regalen gibt es am oder nach dem Wochenende, wenn sie eingeräumt sind. Der Mann hat gebeten, damit auf ihn zu warten. Er kommt morgen Abend.

Mamagei und Papagei, die beiden Handwerksvögel, habe ich während der Arbeiten in ihren neuen großen Schlaf- und Esskäfig gesperrt. Fazit: Er widerstand zumindest heute allen Ausbruchsversuchen, und Handwerker können sehr viel besser arbeiten, wenn ihnen niemand das Werkzeug verträgt.

Sie durften aber bei den Abschlussarbeiten noch dabei sein – der Schreiner kennt die beiden schon von früheren Aufträgen. Danach führte nun ihr erster Weg zu ihrem „eigenen“ Brunnen im Wohnzimmer. Offenbar schmeckt fließendes Wasser einfach besser, als das stehende Wasser im Wassernapf. 20170216_172217

Und hier in bewegten Bildern.

Die Lampen im Brunnen sind übrigens nicht angeschlossen. Das wäre mir mit den beiden Spezialisten zu riskant.

Ach, das Geräusch, das Mamagei da von sich gibt? Mops. Sie spricht aktuell mal wieder sehr viel Mops.