„Normalerweise“ pendeln wir zwischen Bayern und Belgien. „Normalerweise“ verbringen wir zahlreiche Wochenenden im Jahr mit Reenactment kreuz und quer durch Europa, eine Woche im Frühjahr in England, ein Wochenende in Dublin, irgendwann mal ein langes Wochenende irgendwo im Ausland…

Ich war seit März nicht mehr in Belgien, wo nebenbei mein Pferd steht. Wir waren auf keinem Reenactment, keinem Mittelaltermarkt, keinem Flohmarkt, keinem Volksfest. Es gab keinen Englandurlaub, kein Dublin, kein anderes Land. Mein Neffe musste auf den Geburtstagsausflug, den er sich gewünscht hatte, verzichten.

Machen wir alles. Beschweren wir uns auch nicht groß, denn es muss nun mal gerade sein, aus gegebenem Anlass.

Aber wisst ihr, was mir langsam aber sicher wirklich, wirklich, wirklich auf den nichtvorhandenen Sack geht? Die „Aber ich brauche doch meinen Urlaub“-Brigade.  Ist es denn wirklich so schwer, mal ein Jahr mit dem Arsch zu Hause zu bleiben, und die Urlaubsserie fortzusetzen, wenn es wieder geht?

Sollte es daran liegen, dass ich nicht von klein auf daran gewohnt, war die jährliche Urlaubsfahrt als mein gottgegebenes Recht anzusehen, das ich auf Teufelkommraus unter allen Umständen und ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen muss?

Jeder, der mich online nun begrüßt mit „Na, wie geht’s euch denn, wir kommen gerade aus dem Urlaub zurück“ kann sich jetzt über einen Freifahrschein auf die Aussortierliste freuen. Aktuell nehme ich das als Hinweis darauf, dass die Grundeinstellung dieser Personen mit der meinen schlicht nicht mehrt kompatibel ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s