Am Mercedes steckt der Schlüssel

Du gehst die Straße entlang. Da steht, am Straßenrand geparkt, ein polierter Mercedes. Deiner ist es nicht. Du hast ihn nicht gebaut, du hast ihn nicht gekauft. Aber er gefällt dir. Nehmen wir mal einfach an, du hast einen Führerschein, du fährst gerne Auto, und dieses Auto gefällt dir.

Also brichst du die Tür auf, schließt ihn kurz (nehmen wir mal an, du weißt, wie das geht) und fährst damit weg.

Rechtslage? Klar.

Würdest du das machen?

Wohl eher nicht.

Zurück zum Anfang.

Du gehst die Straße entlang. Da steht, am Straßenrand geparkt, ein polierter Mercedes. Deiner ist es nicht. Du hast ihn nicht gebaut, du hast ihn nicht gekauft. Aber er gefällt dir. Nehmen wir mal einfach an, du hast einen Führerschein, du fährst gerne Auto, und dieses Auto gefällt dir.

Die Tür ist offen, und der Schlüssel steckt. Also steigst du ein, drehst den Schlüssel im Schloss, das Auto spring an, und du fährst weg.

Rechtslage? Immer noch klar. Bestenfalls wird die Versicherung etwas zur Parksituation zu sagen haben.

Würdest du das machen?

Wohl eher nicht, selbst wenn es den einen oder anderen geben wird, der nun sagt: Würde dem Eigentümer Recht geschehen, was lässt er das Ding da so stehen… Trotzdem ist den meisten von uns doch klar: Dieses Auto muss da so stehen bleiben. Mitnehmen ist nicht.

Zurück zum Anfang.

Du gehst die Straße entlang. Da steht, am Straßenrand geparkt, ein polierter Mercedes. Deiner ist es nicht. Du hast ihn nicht gebaut, du hast ihn nicht gekauft.

Die Tür ist offen, und der Schlüssel steckt. Also steigst du ein, drehst den Schlüssel im Schloss, das Auto spring an, und du fährst weg.

Dieses Mal willst du das Auto gar nicht für dich. Du willst es einfach nur einem Bekannten bringen, der kein Auto hat. Damit der künftig auch eines hat. Der würde nämlich auch gerne damit fahren…

Rechtslage? Dürfte immer noch klar sei.

Würdest du das machen?

Ich vermute: Nein. Robin Hood mag von den Reichen gestohlen haben und den Armen gegeben haben, aber Diebstahl war es dennoch. Damals schon. Heute auch.

Zurück zum Anfang.

Du gehst die Straße entlang. Da steht, am Straßenrand geparkt, ein polierter Mercedes. Deiner ist es nicht. Du hast ihn nicht gebaut, du hast ihn nicht gekauft.

Die Tür ist offen, und der Schlüssel steckt. Also steigst du ein, drehst den Schlüssel im Schloss, das Auto spring an, und du fährst weg.

Heute willst du das Auto weder für dich, noch für deinen Freund, der keines hat. Heute willst du es einfach nur auf den Marktplatz stellen und dort der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, damit alle, die gerne mal einen Mercedes fahren würden, das auch mal tun können. Eine Runde um den Block, dann ist der nächste dran. Wie beim Karussell. Du willst auch kein Geld dafür nehmen und keinen Nutzen daraus ziehen. Du möchtest einfach nur „allen“ etwas Gutes tun.

Rechtslage? Die Argumentation wird nichts ändern.

Würdest du das machen?

Mir fallen aus dem Effeff ein bis zwei Leute ein, die sich das überlegen würden… ich denke, der Großteil würde es dennoch nicht tun.

Denn: Wir sind doch so gut wie alle inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem wir den Unterschied zwischen „meins“ und „deins“ kennen; an dem wir verstehen, dass das Eigentum einer Person nicht einfach zur freien Verfügung steht.

Stellt euch mal vor, was passieren würde, wenn sich an der Garderobe im Restaurant (ja, ich weiß, es gibt solche Leute und deswegen klebt auch so gut wie immer ein Zettel dran, dass für die Garderobe nicht gehaftet wird) jeder einfach den Mantel nehmen würde, der ihm gefällt, weil schließlich kein Name des Eigentümers dran steht.

*

Nun möchte ich das einschränken: Bei Sachen haben wir das Ganze verstanden.

In anderen Bereichen hapert es noch extrem. Insbesondere, wenn es um das sogenannte geistige Eigentum geht. Das Urheberrecht. Das Copyright. Das ist übrigens nicht dasselbe.

Warum ist mir das Thema wichtig?

Weil ich, durch Künstler und Autoren im weitesten Sinn im Bekanntenkreis ständig den Schaden sehe, der durch wildes Weiterverbreiten angerichtet wird?

Weil ich, selbst Autorin, weiß, wie viel Arbeit hinter einem gut formulierten Text steckt, wie viel Zeit in einem Werk jeder Art, und es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit finde, wenn diese Zeit, dieser Aufwand mit Füßen getreten wird?

Weil ich beruflich ständig mit dem Thema zu tun habe, auf allen Seiten?

Eine Mischung wird es sein, von diesen und noch einigen weiteren Punkten.

Ein Bild, hergestellt von einem Künstler, ist dessen Eigentum. Stellt dieser Künstler das Bild ins Internet, ist das nett von ihm. Sofern es nicht ausdrücklich drunter steht, ist das jedoch keine Einladung, es zu kopieren, selbst zu benutzen, sich auf ein T-Shirt zu drucken, auf die eigene Website zu stellen oder das eigene Blog damit zu zieren. Sofern nicht eine ausdrückliche Pauschalerlaubnis gegeben wird, in Form eines Hinweises unter der Veröffentlichung oder einer entsprechenden Lizenzerklärung (die oft bestimmte Bedingungen enthält, die man lesen sollte), gilt erst mal das gleiche, wie für den Mercedes oben: Nicht erlaubt heißt verboten.

Will ich den Mercedes fahren – will ich das Bild nutzen – muss ich den Eigentümer um Erlaubnis bitten. Erhalte ich diese, gebietet zumindest der grundlegende Anstand wenigstens ein Dankeschön (bzw. die Nennung des Eigentümers mit Hinweis auf die Genehmigung. Geht ganz einfach: „Mit freundlicher Genehmigung von X“).

Nun gut, anständig sein kann man, muss man aber nicht…aber: wenn ich nun ein Bild sehe, auf Blog von Person A, ohne Hinweis auf den Urheber… ist das kein Freibrief, das Bild weiterzuverbreiten. (So, wie eben auch die Jacke, an der kein Name klebt, nicht einfach mitgenommen werden darf.) Und an wen ich mich wenden muss, um rauszufinden, ob ich das darf, weiß ich dann u.U. auch nicht. Es wäre also auch den anderen gegenüber, die es vielleicht ebenfalls nutzen möchten, nett.

In der Rubrik „Technik“ oben findet ihr übrigens unter anderem eine Erklärung, wie man den Urheber von Bildern ohne Quelle ausfindig machen kann. Ist halt Aufwand.

Ich finde es schon aussagekräftig, dass eine Freundin es auf die Anfrage hin, ob sie jemandem ein von ihr geändertes Strickmuster zur Verfügung stellen würde, für notwendig hielt, darauf hinzuweisen, dass sich die Person das Original aber bitte vorher von der Schöpferin kaufen sollte. Da habe ich wohl auch erst mal geschaut, wie die sprichwörtliche Kuh im Gewitter. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Jemand hat Arbeit in dieses Ding gesteckt. Es ist ja wohl das Mindeste, diese Person für diese Arbeit, sofern man sie nutzen möchte, auch zu entlohnen.

Und Texte? Texte werden im Internet auch gerne verbreitet. Von Tumblr auf Facebook und umgekehrt, von Twitter überallhin, quer durch alle Plattformen. Mal mit Angabe des Autors, mal ohne. Mal mit Link zum Original, mal ohne. Mal durch Teilen, mal durch Kopieren.

Kurz: Teilen über den vorgesehenen Button ist die einzige Methode, die ohne extra Nachfragen gewählt werden sollte. Nur dann bleibt die Verknüpfung erhalten. Diese Texte, in die ebenfalls jemand Zeit, Überlegung und unter Umständen eine Menge Herzblut gesteckt hat, erhalten wir kostenlos zum Lesen.

Führen wir uns aber mal kurz vor Augen, wie Suchmaschinen und Social Media funktionieren: Jeder Klick, jedes „Teilen“, jedes „Like“ wertet einen Eintrag auf. (Deswegen ist es auch unsinnig, mit „Daumen runter“ oder bösen Kommentaren zu antworten…die Algorithmen erkennen den Inhalt nicht, und am Ende hat man faktisch den Eintrag unterstützt, gegen den man wettern wollte. Dazu aber mehr ein andermal.)

Aufwerten bedeutet: Der Eintrag wird öfter in Suchen angezeigt, er wird „wertvoller“ für Werbeschaltungen, er gewinnt an nutzbarem Wert für den Autor. Das Wenigste, das man tun könnte, wenn einem ein Eintrag so gut gefallen hat, dass man ihn mit anderen teilen möchte, ist doch wohl, dies auf eine Weise zu tun, die auch demjenigen nützt, der ihn ursprünglich erstellt hat.

Dazu darf aber die Verbindung zum Ursprungsartikel nicht abreißen. Daher: Teilen, nie kopieren. Und zum Kopieren erst die Erlaubnis einholen. Und bitte auch bedanken. Wenigstens in der Form, dass andere Leute, die den kopierten Artikel sehen, erkennen können, wo er her ist, und dass die Person der Kopie zugestimmt hat. Zahlreiche Autoren und Plattformen haben übrigens auch Standardtexte, die an kopierte Texte angehängt werden sollen, und die alle relevanten Inhalte enthalten.

Muss ich jetzt bei allem, was ich zitiere, um Erlaubnis bitten?

Nein. Ein Zitat ist „eine wörtlich übernommene Stelle aus einem Text oder ein Hinweis auf eine bestimmte Textstelle“, so Wikipedia. Das Urheberrecht regelt das Zitat in §51. Dabei ist das sogenannte Großzitat, also das „zitieren“ eines vollständigen Werks – das wäre die Situation des Kopierens eines kompletten Artikels – nur im Rahmen wissenschaftlicher Werke zulässig. Das dürfte auf die wenigsten Blogs zutreffen.

Oder ist das Kopieren in Blogs oder auf Social Media etwa eine öffentliche Wiedergabe nach §52? Diese unterliegt aber einer Vergütungspflicht, sofern das Werk nicht zu bestimmten Zwecken einem begrenzten Personenkreis zugänglich gemacht wird. Der Personenkreis ist beim öffentlichen Posten aber nicht begrenzt.

Zulässig ist die Reproduktion zum privaten, eigenen Gebrauch. Deswegen dürfen wir hier auch mit einem Buch in den Copyshop gehen und uns das Buch kopieren, um diese Kopie dann zu Hause aufzubewahren. (In Spanien z. B. ist dies nicht erlaubt). Der ist beim öffentlichen Posten im Internet nicht mehr gegeben.

Und Übersetzungen? Grundsätzlich darf ich erst mal alles übersetzen, sofern ich einen Grund dazu habe. Erlaubt ist das im UrhG in §62(2) („Sofern der Benutzungszweck es erfordert…“). Aber was mache ich dann mit meiner Übersetzung? Grundsätzlich dasselbe wie mit dem ursprünglichen Werk: Für den Privatgebrauch kann ich mir übersetzen, was immer ich möchte. Oder übersetzen lassen. Oder für meine Bekannte übersetzen, die kein Englisch kann. Die Übersetzung veröffentlichen entspricht dann aber der Situation des Gesamtzitats. Ist meine Facebookseite, ist mein Blog eine wissenschaftliche Arbeit? Eher nicht.

Also: Nur mit Erlaubnis. Sei es eine Pauschalerlaubnis in Form einer entsprechenden Lizenzerklärung oder eines Hinweises unter dem Werk, oder eine direkte Erlaubnis durch Kontakt mit dem Urheber. Und auch hier wieder: Zumindest der Anstand gebietet es, eine erteilte Erlaubnis auch zu erwähnen.

Wobei ich ohnehin nicht verstehe, was so schwer daran ist, das zu tun, wenn man sie schon eingeholt hat.

Und erneut: Mit Rücksicht auf den Autor, der Arbeit, Zeit, Herzblut in seine Arbeit gesteckt hat, sollte man die Linkkette zum Original nicht unterbrechen. Das bedeutet, Teilen & Ergänzen der Übersetzung, um dem Autor den Nutzen aus den zusätzlichen Klicks auch zu lassen. Das sollte nicht extra erwähnt werden müssen, sondern eine Selbstverständlichkeit sein.

„Aber wenn doch nun kein Autor drunter steht?“ –Dann kannst du wohl davon ausgehen, dass du bereits eine „Raubkopie“ liest. Nein, davon, dass es der andere auch schon gemacht hat, wird das, was du gerade tun willst, nicht besser. Es gibt zwar den Begriff des „verwaisten Werks“, doch wird dort verlangt, dass der „Rechtsinhaber auch durch eine sorgfältige Suche nicht festgestellt oder ausfindig gemacht werden konnte“. Die anderen Einschränkungen lasse ich jetzt mal kompletten außen vor, denn ganz ehrlich? Niemand, der einen Internetbrowser mit Google besitzt, kann mir ernsthaft weiß machen, er wäre nicht in der Lage, herauszufinden, wo ein von irgendjemandem kopierter Text herkommt…

„Aber ich will doch nur, dass alle meine Bekannten, die Sprache X nicht verstehen, den Text auch lesen können.“ Ja, fein. Dann frag‘ nach und mach‘ es richtig. Den fremden Mercedes kannst du auch nicht einfach als besseren Autoscooter auf den Marktplatz stellen, nur weil du willst, dass alle mal fahren dürfen.

Es sind hier oben zwei Dinge gemischt: Die reine Rechtslage – ja, eine Urheberrechtsverletzung in dem Umfang wird kaum strafrechtlich verfolgt werden, schon alleine, weil sich die Urheber den Stress nicht antun wollen – und die Frage des Respekts vor der Arbeit anderer Leute, die ich oben auch als „Anstand“ bezeichnet habe. Ich wüsste es zu schätzen, wenn wir davon allgemein etwas mehr zeigen würden.

 

Soo, und nachdem es nun hoffentlich alle einschlägigen Personen hinbekommen, meinen Klarnamen und meinen Blognamen überein zu bringen, wünsche ich schon mal allseits frohes Lästern. Keine Sorge – wir tun’s auch.

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Bedingt geeignet

Da war ich neulich in Bayreuth. Zusammen mit einer Freundin Pokémon jagen. Das machen wir öfter. Auf dem Heimweg kam der Gedanke auf, man könnte ja noch schnell einen Kaffee trinken gehen. Oder was essen. Oder beides.

Auf dem Weg aus dem Hofgarten in die Innenstadt kamen wir an einer Örtlichkeit vorbei, die interessant aussah. Ein Crêpe-Café. Kurzentschlossen sind wir rein.

 

Der Kaffee:

Selbstbedienung an der Maschine. Schritt-für-Schritt-Anweisungen an der Wand und im Display. Unterschiedliche Sorten, Zusammenstellungen, Größen, Stärken – finde ich an sich nicht schlecht.

 

Die Auswahl beim Essen:

Sowohl die Crêpes als auch andere Sachen, Nachspeisen, etc., sind gut gemischt, viele Zutaten zur Auswahl. Süß und herzhaft gleichermaßen vertreten. Neben Crêpe und Süßspeisen stehen asiatische Gerichte auf dem Menü.

Abändern der vorgegebenen Gerichte ist kein Problem („Die Nr. X, aber ohne das eine und dafür mit dem Anderen“).

Was ich nicht verstehe ist, wie auf professionell gedruckten Menüs, Aushängen usw. so viele Rechtschreibfehler sein können. Das muss doch irgendwann mal irgendwer korrekturgelesen haben? Der „Scharfkäse“ führte zu reger Erheiterung.

 

Eilig sollte man es zumindest bei der Dame, die bei uns hinter der Theke stand, nicht haben. Sie war extrem höflich und freundlich, aber auch extrem langsam. Jede Zutat wurde einzeln aus einem anderen Raum geholt. Mehrmals wurde wegen den Änderungen nochmal gefragt, was aber auch dazu führte, dass alles richtig ausgeführt wurde.

 

Das Preis/Leistungsverhältnis ist so ziemlich einmalig. Die Zubereitung ist extrem lecker und die Portionen sind sehr groß. Ich brauchte an dem Tag nichts anderes mehr. Ein Snack für Zwischendrin wie der Crêpe auf dem Volksfest ist das nicht.

 

Die Beleuchtung ist gut. Sitzplätze gibt es nur wenige, mit kleinen Tischen entlang einer Bank an der Wand. Abstände zum jeweils nächsten Tisch sind gut.

 

 

So, und warum war ich nun nur bedingt glücklich damit? Abgesehen natürlich von den Rechtschreibfehlern?

 

Wir setzten uns an einen Tisch, ich wie üblich, Rücken zur Wand, Abschirmen von hinten. Hilft nichts, wenn plötzlich die Kühltheke anfängt, lautstark zu rödeln. Rechts daneben blinkt eine Lichterkette, die um eine Schild gelegt ist. Der Sinn derselben erschließt sich mir nicht, passt auch nicht wirklich ins Ambiente, aber gut… Hauptsache, ich ein blinkendes Ding im Blickfeld, das mich ständig ablenkt.

 

Die mir gegenübersitzende Freundin zu meiner Beschwerde über das Geräusch übrigens: „Och, das blende ich aus. Jetzt, wo du es gesagt hast, hör ich es auch.“ Glaube ich ihr sogar. Für mich hatte es aber eine Lautstärke, die schon etwas beim unterhalten gestört hat.

 

Das Ding schaltet sich im Lauf der Mahlzeit noch aus und wieder ein, lief geschätzt während ca. ¾ der Zeit. Das wäre mir für eine Wiederholung definitiv zu viel. Künftig nur noch zum mitnehmen.

 

 

 

NTs sind komisch…

Ich bin mit einer Freundin (NT) essen. Asiatisches Restaurant mit Buffet. Essen hervorragend.

Sie: „Da bei den Nachspeisen gibt es auch einen Kuchen, der so ähnlich ist, wie Tiramisu.“

Ich: „Im Tiramisu ist meistens Alkohol, ich muss noch fahren. Außerdem ist das, was ich am Tiramisu mag, der Kaffee, und das sieht nicht aus, als wäre davon viel drin.“

Sie: „Es schmeckt eher nach Kaffee als nach Alkohol.“

*

Nach dem Essen, sie: „Ich hol mir jetzt was von dem Kuchen. Soll ich dir noch eine zweite Gabel mitbringen damit du es probieren kannst?“

Wir machen das. Ich probiere es. Fazit: Okay. Schmeckt okay, aber mir zu süß. Und: Mir fehlt der Kaffee.

Sie: „Also, ich schmecke den Kaffee recht intensiv. Ich mag aber auch keinen Kaffee.“

Zu ihrer Erheiterung entgleisen mir etwas die Gesichtszüge – laut ihrer Aussage war sozusagen das „Fragezeichen“ über meinem Kopf zu sehen.

Meine Reaktion in Worte gefasst: „Warum *isst* du es dann?!“

Also… offenbar ist Kaffee, den man nicht mag, in Kombination mit der Süße und genau wenig genug Kaffee doch gut, sofern man am Ende noch was hinterhertrinkt, um den Nachgeschmack zu ertränken.

Ich bleibe doch irgendwie bei dem Schluss: NTs sind komisch.