Bis Sonntag war mein Name noch Koko, und ich lebte an einem Ort namens Autobahnraststätte. Da war immer eine ganze Menge los, gefüttert wurde ich auch gut, aber fliegen konnte ich natürlich nicht… Artgenossen waren auch nicht in der Nähe, egal, wie laut und lange ich gerufen habe, in der Hoffnung, dass sich doch einer findet.

Irgendwann kamen Leute vorbei, die mich sahen, und mit dem Mann redeten, der mir Futter und Wasser brachte… und es wurde ausgemacht, dass ich „wegkomme“. Wohin weg war zuerst nicht ganz klar, aber die Leute kannten jemanden, der jemanden kannte…

Und dann stand am Sonntag plötzlich ein Mensch da, packte mich ein und nahm mich mit. Autofahren fand ich schon mal komisch, da traute ich mich gleich gar nicht mehr singen.

Am Montag wurde ich dann direkt zu einer komischen Frau mit blauem Mantel geschleppt, die mir einen blöden Flüssigkeitstropfen unter die Federn getropft hat. Leider habe ich nämlich Milben, die nicht nur meinen Schnabel, sondern auch schon meine Ständer (so heißen Vogelfüße richtig) angegriffen haben.

Außerdem heiße ich jetzt nicht mehr Koko, sondern Cadoux. „Wegen übermäßiger Hübschigkeit“, sagte mein neuer Mensch.

Na gut… Hübsch bin ich wirklich… trotz Milben.

Oder?

Grün-Gelber WellensittichGrün-gelber Wellensittich, Seitenansicht

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23 Gedanken zu “Der Neue

    1. Ich finde ihn auch bildhübsch… Und das erste, das die Tierärztin sagte war „Das ist ja ein verboten schöner Vogel!“

      Er ist bei uns vor Schreck erst mal fast von der Stange gefallen, als er auf sein Tschilpen dann Antwort bekommen hat. Leider muss er aber auch erst mal in Badezimmerquarantäne bleiben…

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      1. Wir haben es noch nicht ausprobiert… Im Quarantänekäfig könnte er zwar etwas fliegen (vom Platz her), klettert aber im Moment nur. Er ist halt dran gewöhnt, dass er keinen Platz hat, um die Flügel auszubreiten. Aber Wellis lernen es in der Regel noch recht gut, wenn man ihnen Platz dafür gibt. Er kommt sicher auch noch drauf.

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      2. Wahrscheinlicher wäre, dass sie ihn „Mit spitzen Fingern“ (vorsichtig zwischen die Schnabelspitzen, damit sie auch jaaaa nicht mit der Zunge an die Federn kommt) aufhebt und zur Seite stellt… wäre nicht das erste Mal, (also, bei ihm schon, aber bei Wellis im Allgemeinen nicht), finde ich aufgrund der Verletzungsgefahr aber nicht so gut.

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      3. Aktuell habe ich den Kleinen in einen Minikäfig umgezogen, weil im großen jetzt doch das Verletzungsrisiko zu hoch war… Diese Milbensache juckt wahnsinnig, und er schoss heute morgen mit Karacho kreuz und quer durch den Käfig (0,5 m x 1 m x 2 m TxBxH), da war mir dann etwas zu viel Wums hinter dem Aufprall jedes Mal. Jetzt sitzt er erst mal im Transportkäfig, da kann er nicht so viel Fahrt aufnehmen.

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    1. Aber echt.. ich lasse sie ja grundsätzlich nicht brüten, aber wenn ich es tun würde (werde ich nicht)… ich hätte eine Henne, die fast die gleiche Zeichnung hat. Könnte vom Aussehen her seine Zwillingsschwester sein (Von der Ringnummer her aber nicht, def. unterschiedlicher Züchter).

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    1. In den meisten Fällen bekommt man die gut weg, und es heilt ohne Spätfolgen ab. Wenn der Befall allerdings arg fortgeschritten ist – wenn du einen guten Magen hast, und NUR dann, kannst du das mal googeln – kann der Vogel zehen verlieren, am Kopf dauerhaft kahl bleiben, erblinden oder am Ende verhungern, weil der Schnabel zerstört ist.
      Davon sind wir bei ihm aber noch weit, weit entfernt. trotzdem dürfte es für ihn aktuell sehr unangenehm sein, da vermutlich stark juckend.

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      1. Jetzt gehen wir erst mal in 10 Tagen wieder zum Tierarzt, noch einen Tropfen Ivermectin holen (das ist das Milbenmittel). Das ist ein Spotpräparat, kommt auf die Haut des Vogels und vergiftet die Milben (leider auch für den Vogel nicht ungiftig). da aber leider nur die lebenden und nicht die Milben, die aktuell in Eier aufs schlüpfen warten, dabei draufgehen, muss man das ein paar mal wiederholen

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      2. Na, immerhin hat’s in meinem Quarantänekäfig Spielzeug und Platz zum Fliegen. Insofern ist es evtl. auch nicht verkehrt, dass der Vogel erst mal alleine auf begrenztem Raum Gelegenheit hat, sich dran zu gewöhnen, dass er seine Fügel ausbreiten und benutzen kann, und nicht sofort in einem größeren Raum mit dem Schwarm mithalten muss.

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