So richtig unnötig sind ja Leute, die immer alles hinterfragen müssen.

Dabei meine ich nicht die Leute, die ehrliches Interesse haben und Zusammenhänge verstehen wollen, sondern die, die ganz verzweifelt versuchen, einen beim Lügen zu erwischen. So etwa gestern die Dame, die etwas abholend, zu uns kam, und vorwurfsvoll sagte: „Ich dachte, dir IST NICHT kalt in deiner Wohnung und du MAGST das so kühl. Warum liegt dann in jedem Zimmer eine Jacke?“

Wüsste nicht, was die Dame das angeht, aber bitte… ich hab ihr dann mal einen Papagei auf den nackten Arm gesetzt. Der Effekt kam besonders gut, weil wir für gestern Abend Krallenschneiden angesetzt hatten, d.h. die waren gerade so richtig, richtige böse lang und scharf. Und bei ihrem ersten Zucken machte Papagei natürlich aus Reflex den Fuß zu, um sich festzuhalten.

Grins… Ich hoffe, das hat ihre Frage beantwortet… und sie weiß jetzt, weshalb bei mir in jedem Zimmer ein schnell an- und auszuziehendes Kleidungsstück mit langen Ärmeln liegt…

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30 Gedanken zu “Alternativer Verwendungszweck…

  1. Hihihi, ich kann mir richtig gut vorstellen, wie die Dame geguckt hat! Die Erfahrung muss man einfach selbst erlebt haben… Ich sah nach einem zweitägigen Besuch bei befreundeten Graupapageienhaltern für Außenstehende dezent selbstmordgefährdet an an Unterarmen aus.

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      1. Wäre er bestimmt… Stell dir folgenden Ablauf vor: Papagei landet *platsch* albatrossartig, gerne mit Überschlag auf dem Fußboden. Rappelt sich auf, tappst du mir und zieht mich so lange mit dem Schnabel am Hosenbein, bis ich ihm den Arm hinhalte, damit er drauf steigen und sich hochheben lassen kann… Immerhin gibt er mir damit eben Gelegenheit, schnell was langärmliges drüberzuwerfen.

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      2. Ach so… Jaaaa dann ist die Situation verständlich. Glaube, ich würde bei so einer Landung ständig den Herzkasper kriegen vor Angst er bricht sich was.

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      3. Man gewöhnt sich dran. Mir ist die Landung so noch lieber als wenn er bremst, indem er geradeaus an die Wand fliegt, im letzten Moment den Kopf hochreißt und dann senkrecht runterrutscht… Lenken kann er nämlich auch nicht. (Liegt daran, dass ihm von den Vorbesitzern die Flügel so gestutzt wurden, dass er als Jungvogel nie fliegen konnte… so wirklich gut koordiniert lernen die das ausgewachsen nicht mehr. ) Da er aber auch nicht wirklich viel Tempo schafft (und auch nicht unter der Zimmerdecke fliegt, sondern in der Regel mehr so in Höhe von 40-50 cm) ist das Risiko überschaubar.

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      4. Ja, wobei… ich mich macht das eher wütend als traurig. Wir hatten anfangs auch überlegt, ob wir ihm aus Sicherheitsgründen weiter die Schwungfedern zumindest kürzen müssen (komplett entfernen wie der Vorbesitzer hätte ich nicht gemacht), aber da in der Gesamtbetrachtung nicht wirklich Verletzungsgefahr gegeben ist für ihn – also zumindest nicht mehr als auch der Fall wäre, wenn er sicher fliegen könnte – lassen wir es. Er hat sich auch die ganzen Jahre noch nie was getan dabei.
        Die zwei Mal, die er es bisher irgendwie in den Dachstuhl geschafft hat, saß er dann da und wartete drauf, dass ihn jemand mit der Leiter holen kam… Er war durch absolut NICHTS dazu zu bewegen, von diesem Balken wieder runterzuspringen.

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      5. Ist ja auch vernünftig, die meisten Tiere können das am besten selbst einschätzen was sie schaffen… Auch wenn das manchmal daneben geht, wie mir auch die Hunde schon anschaulich gezeigt haben, wenn ein Sprung daneben ging. 🙂

        Wachsen die Schwungfedern denn nach? (hätte fast geschrieben SPRUNGFEDERN…)

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      6. Ja, zum Glück wachsen die nach. Sie werden auch in der Mauser ganz normal ausgetauscht, aber halt eine nach der anderen. Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, sie etwas zu stutzen, damit der Vogel nicht so viel Fahrt aufnehmen kann (z. B. wenn man große Glasscheiben hat. bis das Tier weiß, dass es da nicht durch geht), aber was man auf diesen „süßen“ Tiervideos auf Facebook und Co so oft sieht, bei denen die langen Federn komplett weg sind, und der Vogel nicht mehr fliegen kann, halte ich für Tierquälerei. Ist bei uns auch eigentlich nicht erlaubt, nur machen es einige Leute trotzdem.

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      7. Ja, leider. Er war knapp vier Jahre, als ich ihn bekomme habe, ca. ein Jahr dauert es, bis die Federn wieder komplett da sind (also einen „Mauserzyklus“) Leider waren ihm nicht nur die vier Hauptfedern sondern auch alle kürzeren Schwungfedern an den Flügeln weggeschnitten worden, d.h. er konnte sich anfangs nicht mal irgendwie abfangen, wenn er vom Ast rutschte (was dadurch, dass seine Füße in so einem böse Zustand waren doch gelegentlich passierte), er konnte zu dem Zeitpunkt kaum greifen, sondern nur balancieren.

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      8. Ich bin auch immer wieder ganz beeindruckt von ihm. Eigentlich von beiden. Wobei es fürmich ja mehr so ein schleichender Prozess war, die Entwicklung.
        Meine Mutter, die ihn ja die längste Zeit immer nur im Abstand einiger Monate gesehen hatte, erinnert mich aber immer wieder dran. Als sie ihn das erste mal getroffen hat, fiel er vor Panik vom Ast und saß dann gleichzeitig zitternd und angriffsbereit in der Ecke. Weil sie sich erlaubt hatte, ihm ein Stück Karotte anzubieten…

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      9. Dieses Gegensätzliche Verhalten von Angst und Angriff kenne ich ja nur zu gut *seufz Dass er es geschafft hat, ist ja nicht nur seiner Natur zu verdanken, sondern zum großen Teil ist das ja dein Verdienst 🙂

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      10. Dieses gegensätzliche Verhalten konnte ich als Kind auch sehr gut.
        Ich war aber am Anfang schon echt eher mal schier am Verzweifeln mit ihm. Dabei hatte ich immer gesagt, große Papageien sind mir zu riskant „aus zweiter Hand“, weil man nicht weiß, was sie vorher elerbt haben – und dann kamen ausgerechnet die beiden. Bin auch sehr froh, dass das langfristig gut ging, so sicher war ich mir da anfangs nicht. Die haben schon andere Nussknacker im Gesicht, als so ein Wellensittich…

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      11. Kann ich mir gut vorstellen und deine Gefühle nachvollziehen, so ähnlich ergeht es mir ja mit Anežka auch gerade… Noch dazu ist sie ein Hund mit dem man eben auch raus muss, der leider auch noch niedlich aussieht und jeder Depp meint das ist ein Freibrief zum antatschen! Grrrr….

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      12. Finde ich, ganz unabhängig von niedlich, schrecklich… Warum Leute nicht kapieren, dass man fremde Hunde nicht einfach betatscht, verstehe ich ganz schwer.
        Ich hoffe, Anežka beruhigt sich mit zunehmendem Alter auch, ich stelle mir das sowohl für dich als auch für den Hund arg stressig vor.

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      13. Zum Glück lernt man relativ entspannt damit umzugehen. Heute morgen erst wieder bemerkt, als ein paar Männer bei uns waren, die sie einfach gar nicht beachtet haben, dann gibt es Null Probleme, sie geht nach einiger Zeit sogar selbst ganz entspannt hin zum schnüffeln… Frauchen scheint so ein Verhalten irgendwie schwer beizubringen sein… Knuddelgene oder so was 🙂

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