„Adulting“ nennen wir es im Englischen im Scherz, wenn wir Sachen erledigt haben, die im Erwachsenenleben halt sein müssen, auf die man eigentlich aber absolut keine Lust hat.

Diese Woche habe ich doch eine ganze Menge „Adulting“ betrieben.

Die Steuer für die letzten beiden Monate ist fertig

Die Flüge für März sind gebucht.

Der neue Papageienkäfig ist aufgebaut.

Der Atty, der für Brüssel zu groß war, hängt nun in Bayern – Jawohl, ich habe ihn sofort aufgehängt, und nicht erst wieder monatelang stehenlassen!

attyneu
Im Nachhinein kommt mir so… ich hätte die Leiter und die Wasserwaage vor dem Foto auch wegräumen können… angeblich geht das.

Die Rechnungen sind bezahlt.

Das Telefon funktioniert wieder (mein Bürotelefon in Bayern fand die Umstellung auf IP-Telefonie unlustig).

Meinen Krempel von der Reinigung abgeholt habe ich auch.

Einkaufen war ich…

Da haben wir beschlossen: Jetzt steht uns (uns? Warum UNS? Weil der Mann wahrscheinlich in Belgien die Woche über genausoviel „Adulting“ betrieben hat wie ich in Bayern!) ein Spaßeinkauf zu.

Den führen wir natürlich in der Buchhandlung durch. Die führt blöderweise immer noch keine Französischen Bücher, also werden wir wohl in Belgien nochmal einen machen müssen, damit der Herr auch was Schönes zu lesen hat.

Hier das Ergebnis:

bucher

Im Einzelnen:

Reinhard Wolters: Die Schlacht im Teutoburger Wald; Arminius, Varus und das römische Germanien
Daran, dass mir das Buch auffiel, ist jemand Schuld, der hier auf WordPress den Teutoburger Wald erwähnte….

Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Tagebücher 1939 -1945)

Ari Turunen: Bitte nach Ihnen, Madame; Eine kurze Geschichte des guten Benehmens.
Die Serie ist an sich sehr unterhaltsam geschrieben, die Inhalte sind durchaus stimmig, es wird auch zwischen unterschiedlichen Ländern vergleichen, was wir besonderes unterhaltsam finden, wenn wir unsere jeweiligen Herkunftsregionen wiederfinden. Die Entwicklung von eigentlich komplett sinnfreien Manieren zu „beobachten“ ist allgemein nicht unlustig und gelegentlich aufschlussreich.

Alexander Demandt: Zeit – Eine Kulturgeschichte
Oh ja – ein Thema, zu dem ich schon das eine oder andere gelesen habe, aber noch nie so komprimiert. Auf das Buch freue ich mich sehr.

Wolfgang Ernst: Oberpfälzischer Heilzauber – Spruch und Ritus in der volkstümlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhungert
Gustav Schönwerth war einer der wichtigsten – wenn nicht der wichtigste – Heimatforscher unserer Region und hat einige hervorragende Werke hinterlassen.

Peter Frankopan: Licht aus dem Osten – Eine neue Geschichte der Welt.
Vom Durchblättern her ein sehr schönes Buch, das sich auf den Mittleren und Fernen Osten konzentriert.

Thomas Muggenthaler: Wir hatten keine Jugend – Zwangsarbeiter erinnern sich an ihre Zeit in Bayern

Robert Sommer: Das KZ-Bordell – Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

 

So, damit hab ich dann jetzt erst mal wieder was zu lesen…

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9 Gedanken zu “Adulting

  1. Schöööön ♥ Gute Auswahl.
    Verstehe ja jetzt überhaupt nicht, wie du auf den Teutoburger Wald kommst… Tzzz darüber habe ich bei WordPress doch noch niiiiiemals was gelesen 😁
    Spannendes Thema, darüber habe ich ja in der Schule schon gerne referiert und bin dabei so ausschweifend und enthusiastisch geworden, dass der Lehrer mal genervt fragte, ob ich dabei war…
    Astrid Lindgren: Die Menschheit hat den Verstand verloren … Solche Geschichten kenne ich von ihr gar nicht.
    Alles in allem sehr schöne Themen… Bist ja auch fleißig gewesen und das Atty sieht toll aus ♥
    Sag jetzt nicht, du hängst Bilder wirklich mit Wasserwaage auf??

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    1. Ja, ich weiß auch nicht, wo der Teutoburger Wald herkam 😀
      Wirklich ein spannendes Thema, mit dem ich erstmalig im Musik(!)Unterricht bekannt gemacht wurde. Unser damaliger Lehrer fand es sehr wichtig, uns immer viel Hintergrund zu durchgenommenen Liedern zu vermitteln, und „Als die Römer frech geworden“ war Teil des Unterrichts.
      Astrid Lindgren: Ich bin sehr gespannt. Es sind Tagebuchauszüge.
      Wasserwaage: Ja, wenn ein Bild mehr als einen Aufhänger hinten hat, schon! Ich kann schief hängende Bilder nicht ausstehen. Jetzt kann ich es durch die ungeraden Wände nicht ganz vermeiden, aber ich muss es ja nicht auch noch ermutigen! Aber ich glaube, das bunte Atty hänge ich nochmal um, das gefällt mir da noch nicht, wo es jetzt hängt.

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      1. „Als die Römer frech geworden“ ? Ist das ein Musikstück? Ich weiß auch nicht, aber für mich gab es zwei so geschichtliche Ereignisse, die es mir sehr angetan hatten, zum einen eben die Schlacht im Teutoburger Wald, zum anderen der Spartakus Aufstand.

        Sind das autobiographische Tagebuchauszüge von Lindgren?

        Also bei mir muss etwas schon seeeeeeehr schief hängen, damit ich das merke.

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      2. Wenn ich zwei Kanten in unmittelbarer Nähe habe, (in dem Fall z. B. die Abschlussleister von der Decke und die obere Kante vom Bild) kann ich gar nicht anders, als das zu merken…. Schrecklich in Ecken, wenn die Decke und die Kante nach unten eben NICHT im rechten Winkel zueinander stehen, die Seiten vom Bild aber schon.
        Als ich meine Haubibliothek einrichten ließ, fragte mich der Schreiner nach Wünschen, und ich sollte ALLES sagen, was mir einfiel. Ich: „Also am liebsten eine Regalreihe da, eine da, und eine zentriert dazwischen… aber hier sind ja keine rechten Winkel im Zimmer.“ Er: „Ich brauche keine rechten Winkel.“ Ich habe: eine Regalreihe entlang der Wand, eine Regalreihe exakt unter dem Trägerbalken der Decke und eine Regalreihe präzise dazwischen ausgemittelt. Die Regale haben nirgends rechte Winkel, aber sie passen exakt in der Zimmer rein.
        Lindgren: Ja, laut Vorwort sind das Auszüge aus ihren Tagebüchern aus einer Zeit, bevor sie Kinderbücher schrieb. Ich bin sehr gespannt drauf.

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      3. So, und die Römer. Das ist ein Lied, ja. Das Lied ist auch nicht besonders gut, meiner Meinung nach, aber unser Musiklehrer hatte zumindest mich betreffend mit seinen ganzen Zusatzinformationen eine sehr gute Herangehensweise, ich kann die Texte bis heute noch. Falls du es dir antun willst:

        und hier der Text: http://www.lieder-archiv.de/als_die_roemer_frech_geworden-notenblatt_300666.html
        Das Lied hat auch einen „Gastauftritt“ in einem der „Lümmelfilme“, falls dir die was sagen.

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      4. Welch ein Text, am besten ja natürlich die Stelle wau wau wau 🙂
        Jaaa dunkel erinnere ich mich auch noch an Lümmelfilme… Muss man jetzt nicht unbedingt kennen…

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      5. Doooch, zumindest kennen muss man sie. Davon halten darf man, was immer man möchte.
        Die wau wau wau Stelle fanden wir in der Schule auch gut… Ich weiß auch noch, wie sichu unser lehrer über die römischen Gelagegewohnheiten ausgelassen hat…

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