Wichtige Regel, muss man irgendwann lernen: Die Antwort sollte zur Frage passen. Dazu muss man zunächst den Kern der Frage erfassen, alle anderen Aspekte ignorieren und sich nur auf diesen Kern beziehen.

Allgemein meine ich, das gezielte Beantworten der gestellten Frage und nicht einer Alternativfrage sei ein eher autismusbezogenes Problem.

Dann passieren mir Gespräche wie dieses von gestern Vormittag.

Ich: „Ich möchte diesen Rahmen an eine Stelle hängen, an der es zu starken Temperaturschwankungen kommt: Direkt neben ein schlecht isoliertes Fenster. Wie groß ist das Risiko, dass sich das Holz schnell verzieht dabei?“

Antwort: „Wenn Sie einen Abstandhalter zwischen Rahmen und Wand anbringen, damit die Luft dahinter zirkulieren kann, besteht keine Gefahr von Schimmelbildung.“

Mir lag schon die Antwort auf der Zunge: „Wer ist hier Autist?!“

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15 Gedanken zu “Komplizierte Antworten

      1. Mit nachdenken kam ich aber auch nicht auf die Lösung. Du? Was hat der Abstandhalter mit dem Rahmen zu tun? Könnte es noch nachvollziehen, wenn es um die Rückseite geht.

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      2. Ich habe absolute keine Ahnung. Es ging eigentlich nicht um die Rückseite, wir hatten nur Leisten in der Hand. Kann mir nur vorstellen, dass die Dame irgendwann mal ein Problem mit Feuchtigkeit/Schimmelbildung in Fensternähe hatte und nach dem Stichwort Fenster von „Schimmel“ nicht mehr wegdenken konnte. Oder ich kann auf einmal kein Flämisch mehr, aber das bezweifle ich irgendwie… vorher und nachher hats ja auch funktioniert.

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      3. Das artet ja in Arbeit aus! (Wäre es mein Haus, würde ich einfach im nächsten Frühjahr mal die Fenster ersetzen. Mit vernünftig isolierten. Und eventuell der ganze Wand noch eine Wärmedämmung verpassen, damit der Herr nicht so viel heizen muss…

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      4. Wärmeisolierung und dicht ist leider nicht identisch. Das Fenster kann perfekt dicht sein und trotzdem schlecht isolieren, das ist dann sogar noch problematischer weil du dann ständig mit Kondenswasser kämpfen musst und dich zu Tode lüften kannst. Und dann habe ich wieder die Befürchtung, dass das ein Mieter, der selbst keine Renovierungserfahrungen hat eventuell gar nicht weiß, dass das anders geht.

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    1. Aber… *dass* sich das Holz grundsätzlich bei Temperaturschwankungen verzieht, weiß ich doch…
      Ich wollte eigentlich schon wissen, ob dazu bereits die Situation in der Nähe eines solchen Fensters ausreicht… Das sollte mir der Fachhändler bzw. die Fachhändlerin doch eigentlich sagen können, und sei es in Form von „Hatte noch nie Kunden, die damit Probleme hatten“ bis „Oh, dann nehmen sie doch lieber Kunststoff“?

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