Entlang der Waldnaab und ihren Zuläufen finden sich immer wieder Steine mit eigentümlichen Vertiefungen. Die Sage aus christlicher Zeit erzählt, dort würde der Teufel nach der Jagd ausbuttern. Häufig werden eben diese Steine als „Butterfass“ bezeichnet.

Einer davon findet sich am „Doost“, einem Geotop und Naturschutzgebiet bei Floß. Der Doost ist eigentlich ein Abschnitt der Floß (einem Waldnaabzufluss) in dem, ähnlich dem „Butterfass“ in der Waldnaab, große abgeschliffene Granitbrocken liegen. Der Name leitet sich vom Lärm des darüber rauschenden Wassers her.

Über den Doost geht die Sage, dass dort ein heidnischer Priester in den frühen Tagen der christlichen Missionierung ein Opfer brachte, um den Teufel auf die Missionare zu hetzen. Seither streift die Wilde Jagd zweimal wöchentlich bei Sonnenuntergang durch die umliegenden Dörfer, auf der Suche nach ebensolchen.

Die Steine mit ihren Vertiefungen, in Zeiten der Christianisierung zu den Butterfässern des Teufels selbst verkommen, dürften tatsächlich einst Opfersteine gewesen sein. Mit Blick auf die mit ihnen verbundenen Sagen war Wotan/Odin, der die Wilde Jagd ja anführt, der wahrscheinlichste Empfänger der dort dargebrachten Gaben.

Bilder von http://www.lobkowitz.de

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