Des Teufels Butterfass ist ein Strudelloch in der Waldnaab, gelegen im Geotop Waldnaabtal bei Falkenberg.

Diese Engstelle des Flusses ist besonders für die Ansammlung an Granitblöcken bemerkenswert, die dort im Wasser verteilt liegt. Normalerweise kann man auf diesen bequem über den Fluss kommen. Bei höherem Wasserstand machen sie die Stelle jedoch ziemlich unsicher.

Die dazugehörige Sage ist wohl die erste, an die ich mich erinnern kann:

Ein örtlicher Raubritter mit seinen Knappen überraschte eine Maid beim Bleichen ihrer Wäsche. Er wollte sie sich nehmen, doch sie floh zum Fluss und, weil sie am Ufer entlang nicht weiter fliehen konnte, flehte den Himmel um Hilfe an und stürzte sich ins Wasser, in der Hoffnung, die andere Seite zu erreichen.

Dies gelang ihr in der Tat. Mehr noch: Ritter und Knappen wurden bei dem Versuch, den Fluss zu durchqueren, samt ihrer Pferde in Stein verwandelt.

Seitdem, heißt es, kann man in den Abendstunden die Felsen dort jammern hören.

Gelegentlich bocken die Pferde auch heute noch… Es hat wohl so ziemlich jeder Ortskundige – ich eingeschlossen – eine Geschichte davon zu erzählen, wie er irgendwann mal auf dem Weg über die Waldnaab ins Butterfass gefallen ist.

Bild von www.mittelbayrische.de bei tiefem Wasserstand

Bild von WikiVoyage bei hohem Wasserstand

 

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2 Gedanken zu “9. Nacht: Des Teufels Butterfass bei Falkenberg

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